Weingarten

Gutes Wetter – Schöner Weg – Auftakt gelungen

Am Ende der ersten offiziellen Wanderung der DAV - Senioren nach Weingarten gab Hartmut Kruse selbst den Ton an für einen gemeinsamen Kanon: „Froh zu sein bedarf es wenig – und wer froh ist, ist ein König“. Das lustige Lied war gleichzeitig ein Dankeschön für eine „schöne Wanderung in der Nähe von Ulm“. Hartmut variierte einfach den Text: „Wer heut nicht froh ist, der bedarf es nicht.“ Das Lob galt Herbert und Ute Leitritz, die erstmals Lang- und Kurzwanderer auf eine abwechslungsreiche Tour rund um Weingarten in Oberschwaben geführt hatten. Alles ist bestens gelungen, sogar das Wetter war perfekt. Kein Wunder, denn Ute und Herbert waren jahrelang im privaten Kreis Profis beim Finden und Führen schöner Wanderwege. Nachahmenswert ist ihre Idee, den Rundweg einfach in der Mitte zu teilen, 27 Senioren liefen die ganze Strecke von ca. 13 Kilometern und 23 nur rund die Hälfte davon.

So kamen beide Gruppen zeitversetzt an den Höhepunkten vorbei, zum Beispiel die Zundelbacher Linde. Das Naturdenkmal steht auf einer Anhöhe über dem Weiler Zundelbach und wurde als Zeichen des Friedens im Jahr 1871 gepflanzt. Von hier aus kann man das ganze Alpenpanorama mitsamt dem Säntis bewundern. Hochinteressant ist aber auch der Rößlersee, laut Internet, der älteste Stausee Mitteleuropas. Vom 12. Jahrhundert an haben die Mönche hier eine Wasserversorgung für das auf dem Berg liegende Kloster gebaut, die bis heute funktioniert. Gemeinsam kamen die Gruppen in den Genuss einer Klosterführung, die Herbert ebenfalls organisiert hatte. Sehr anschaulich wurde die Geschichte der 1724 geweihten St. Martin Basilika erklärt, vor allem auch, was es mit der blutigen Reliquie und dem Blutritt von Weingarten auf sich hat. Gut, dass die Senioren noch einmal die Chance hatten, das Innere der berühmten Barockkirche zu besichtigen, denn sie soll in den nächsten sechs Jahren renoviert und damit geschlossen werden.

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