Deutschland-Pokal in Willingen
„Wir sind außerordentlich zufrieden mit den Leistungen.” Das ist das Fazit von Landestrainer Steffen Hauswald mit Blick auf den ersten Deutschlandpokal in Willingen. Vor allem im abschließenden Cross-Wettbewerb räumten seine Athleten ab: Außer bei den J16-Jungs gingen alle Siege nach Baden-Württemberg. „Das war in den früheren Jahren immer unsere Schwachstelle. Jetzt haben wir eine Truppe zusammen, die auch liefern kann“, sagt Hauswald. Auf dem Programm standen ein kurzer Einzel sowie ein Sprint auf Skirollern sowie der Cross-Biathlon, ausgetragen als Sprint bei den 15-Jährigen (J16) sowie Einzel bei den Älteren.
Jugend II
Am überraschendsten war sicherlich der Sieg von Bianca Schuh (DAV Ulm) in der Jugend II (J18/19). Die Sportlerin aus dem bayerischen Elchingen trainiert nach wie vor in Ulm und gehört dem Perspektivkader an. Am gesamten Wochenende spielte sie ihre Stärke am Schießstand aus, schoss bei insgesamt zehn Schießeinlagen über die drei Tage verteilt nur drei Fehler. Auch läuferisch auf Skirollern und im Cross ist sie näher herangerückt. Auf Platz zwei im Kurzen Einzel folgte Rang sieben im Sprint und dann ihr erster Sieg in einem Deutschlandpokal im Cross.
,,Das Schießen hat top funktioniert”, erzählt Bianca: "Ich bin zum Schießstand hingelaufen und hab mir gedacht: Euch treffe ich jetzt alle.” Sie habe sich Zeit für das Schießen genommen und um jeden Treffer gekämpft. Angesichts dessen, dass die Vorbereitung - unter anderem krankheitsbedingt - nicht optimal gelaufen sei, habe es auch auf der Laufstrecke besser als erwartet funktioniert. Für Bianca ging es nach der Rückkehr aus Willingen nahezu ohne Unterbrechung weiter: Noch am Sonntagabend ging es für die Schülerin, die in diesem Schuljahr ihr Abitur macht, weiter auf Abschlussfahrt nach Katalonien. “Da sind wir nördlich von Barcelona”, berichtet sie.
Auch die Jungs des Jahrgangs 2009 bekamen zu spüren, dass in einem Doppeljahrgang die Trauben manchmal höher hängen. Paul Achatz (DAV Ulm/Skif) kam läuferisch auf den Rollern gar nicht in Schwung. Er steigerte sich im Verlauf des Wochenendes und wurde am Sonntag noch mit einem Sieg belohnt. Dank zweier Fehler weniger setzte er sich vor Hannes Lipfert (Frankenhain) durch. Dritter wurde Yannick Schraag, der immer stabiler wird. Beim Laufen ohnehin stark, haut er zwar ab und zu noch daneben am Schießstand, streut aber auch immer mehr fehlerfreie Auftritte ein. Auch Julian Schraag zeigte ein stabiles Wochenende, holte sich am Freitag als Dritter seinen Treppchen-Platz. Nur beim Cross am Sonntag wollte es nicht so gut klappen.
Jugend 16 und 17
Etwas enttäuschend waren die Starterfelder in den jüngeren Altersklassen. Die SBW-Athleten lieferten aber ab. „Die J16 hat sich sehr gut eingeführt“, sagt Hauswald mit Blick auf die jüngsten Athleten, für die es der erste Wettkampf mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf dem Rücken war. Trotz gesundheitlicher Probleme in der Vorbereitung, zeigte Nora Menzel gute Wettkämpfe und landete als Dritte im Einzel auf dem Podest.
Gleiches gelang Paul Beck bei den Jungs. Überhaupt hatte er ein sehr gutes Wochenende zeigte eine schöne Steigerung zur durchwachsenen letzten Schüler-Saison. Mehr zu kämpfen hatte Elias John, der nur mit dem Sprint zufrieden war. Nora und Paul stehen nach dem Sommer-Wettkampf auf Platz vier der Gesamtwertung.
In der Jugend 17 begann die neue Saison wie die alte geendet hat: Mia Kasper, seit Beginn des Schuljahres am Skiinternat in Furtwangen mischt wieder vorne mit. In der Gesamtwertung musste sie zwar Magdalena Gruber (Viechtach) den Vortritt
lassen, aber vor allem ihr überlegener Sieg im Sprint setzte schon ein Zeichen. Dazu kam der zweite Platz im Einzel.