Erfolge in Martell

Es läuft für die Ulmer Biathletin Sabrina Braun. In der Vorbereitung hatte sich abgezeichnet, dass die 19-Jährige in guter Form ist. Dies bestätigte sie beim IBU-Junior-Cup in Pokljuka. Nur ein Fehler im letzten Stehendschießen und schnell in der Loipe, das brachte ihr zum Auftakt Platz sieben im Einzel über 12,5 Kilometer. Im Ziel hatte Sabrina Braun 1:07,1 Minuten Rückstand auf Lisa Spark (Bayern), die in 40:07,6 Minuten (1) die Schnellste der 103 Läuferinnen aus 30 Nationen war.

Nicht ganz so gut lief es im Sprint (23.), aber zum Abschluss wurde Sabrina Braun in der Mixed-Staffel eingesetzt. Mit Spark, Max Barchewitz und Tim Grotian musste sie sich nur den starken Schweizern geschlagen geben. Russland und Frankreich, nach den Mädchen vor dem deutschen Quartett, überholten die sehr gut aufgelegten Männer.

Mit Philipp Lipowitz war ein weiterer Biathlet des DAV Ulm am Start. Im Einzel befand er sich auf ähnlich gutem Weg wie Sabrina Braun, lag bis zum letzten Schießen auf Rang sieben. Doch dann blieben gleich drei Scheiben schwarz und er fiel auf Platz 24 zurück. Es siegte der Schweizer Niklas Hartweg in 40:26,5 Minuten (1) nach 15 km. Schlimmer erwischte es Lipowitz im Sprint, als er stürzte, aber zum Glück unverletzt blieb. Bereits heute ist das Junioren-Nationalteam ins Südtiroler Martelltal gereist. Dort geht es am Mittwoch weiter.

Am Wochenende fand dort der erste Deutschland-Pokal statt. Hier brachte sich Lena Hanses mit zwei Siegen bei den Juniorinnen nachdrücklich in Erinnerung. Nachdem sie einige gesundheitliche Rückschläge in der vergangenen Saison und auch in der Vorbereitung hatte einstecken müssen, ist die Qualifikation für die Junioren-WM ihr Ziel. Dabei war sie in Martell sogar noch gehandicapt, nachdem sie vor dem ersten Sprint im Wachscontainer unglücklich gestürzt war. Knie und Schulter schmerzten, trotzdem biss sie sich durch. Marina Sauter lief bei den Frauen auf die Plätze drei und vier.

Für eine dicke Überraschung sorgte bei der Jugend 17 Charlotte Gallbronner. Nach ihrer Knie-Operation war sie erst im Juli ins Training eingestiegen, sollte eigentlich erst im Januar in die Saison einsteigen und jetzt in Martell nur Wettkampferfahrung sammeln. Sie wollte sich ganz aufs Schießen konzentrieren. Nachdem sie aber mit einem Fehler durchkam, kam der Hinweis von den Trainern, dass sie auch läuferisch gut dabei ist. Also mobilisierte sie nochmal alle Kräfte und sicherte sich den Sieg. „Am zweiten Tag habe ich aber schon gemerkt, dass noch was fehlt“, so die 16-Jährige. Trotzdem reichte es zum sechsten Platz beim zweiten Sprint. „Das war ein überraschend guter Saisoneinstieg. Sie hat sich fast schon wieder an die Spitze gekämpft“, lobte Landestrainer Steffen Hauswald.

Mara Biedenbach gelang im ersten Wettkampf endlich einmal ein fehlerfreies Schießen. Auf der Laufstrecke reichten in der letzten Runde dann  die Kräfte nicht mehr ganz. Am Ende stand der 12. Platz. Im zweiten Sprint klappte es beim Schießen dann nicht mehr ganz so gut (19.).

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