Hohenpeißenberg

Heißer Aufstieg zum "Bayerischen Rigi"

Nicht nur von der Stirne heiß tropfen tat der Schweiß auf dem Weg zum Hohenpeißenberg. Strahlend blau war der Himmel an diesem Junimittwoch. Der Weg nicht alpin, doch stetig bergan, galt es doch auf der Ostroute den "bayerischen Rigi" zu erklimmen. So wird der Hohenpeißenberg wegen seiner exponierten Lage mit fantastischem Rundumblick auch genannt.

Auf der Hinfahrt zum Startpunkt Peißenberg  gab uns Irmlind schon einige Erläuterungen zum Wanderziel, das beide Gruppen auf demselben Weg anstrebten, die einen etwas flotter, die anderen gemächlicher.

Eine von Schongau auf den Berg gebrachte geschnitzte Muttergottesfigur wurde als Gnadenbild Ziel von Wallfahrten. An die vorhandene Kapelle von 1514 musste bald eine Kirche angebaut werden. So entstand eine Doppelkirche. Matthäus Günther hat das wunderbare, an Tiepolo erinnernde große Deckenfresko geschaffen. Auf unserer Wanderung kamen wir an seinem Geburtsort Tritschenkreuth vorbei, wo er 1705 als Bauernsohn geboren wurde.

Berühmt ist der Berg auch durch das meteorologische Observatorium, das als die älteste Bergwetterstation der Welt gilt. Seit 1781 bestehen praktisch ununterbrochene meteorologische Beobachtungsreihen.

Geologisch interessant ist, dass hier bis 1971 Pechkohle abgebaut wurde. Auf der Rückfahrt kamen wir an einem aufgelassenen Schacht vorbei.

Doch ehe wir das alles, einschließlich dem einzigartigen Alpenpanorama mit Sicht von den Berchtesgadener Alpen über die Zugspitze bis zu den Schweizer Alpen bewundern konnten, stand der Anstieg bevor. Gut, dass es immer wieder schattige Waldstrecken gab. Auch der Rastplatz in der Nähe einer Bogenschießanlage lag angenehm im Schatten. Und kaum waren die Kurzwanderer am Ziel angelangt, machte sich Anni mit ihrer Gruppe auf um noch ein paar Kilometer zuzufügen - sind ja auch die Langwanderer - und zu Fuß auf dem "Seniorensteig" nach Hohenpeißenberg abzusteigen, wo der Bus sie aufnimmt.

Wieder hatten wir ein größtenteils neues Gebiet kennengelernt, das von Anni und Irmlind auf mehreren Vorwanderungen vorzüglich ausgekundschaftet wurde. Und die Einkehr im "Hubertus" in Apfeltrang bildete den gelungenen Abschluss.  Den beiden sei für all die Mühen ein herzliches Dankeschön gesagt, ebenso wie für das Schlussschnäpsle vom "Geburtstagskind" Traudel.

"Es wird ein schöner Tag werden", sagte Hartmut zu Beginn - und so war es dann auch. Schließt die Augen und genießt im Geist noch einmal das Alpenpanorama.

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