Mareike und Philipp mischen in der Elite mit

Mareike Braun.

Im Sommer tragen die Biathleten ihre Deutschen Meisterschaften aus. An zwei Wochenenden werden Titel vergeben, aber auch überprüft, wie der Leistungsstand nach der Sommervorbereitung ist. Die Wettkämpfe fließen auch ein in die Zusammensetzung der Lehrgänge und letztlich die Besetzung der internationalen Wettkampfserien.

Obwohl Marina Sauter kurzfristig absagen musste, waren mit Philipp Lipowitz, Lena Hanses sowie Sabrina und Mareike Braun gleich vier Starter des DAV Ulm beim Sprint am ersten Tag dabei. Schon allein das war ein Rekord. Nur das Wetter zeigte sich am ersten Tag am Arber wenig in Jubelstimmung: Kalt und regnerisch - gerade zum Rollern gibt es gemütlichere Bedingungen. Zwei Ulmer ließen sich dadurch überhaupt nicht beeindrucken.

Den Frauen-Sprint gewann Denise Herrmann (Oberwiesenthal) in 19:14,6 Minuten (0/1 Fehler) vor Karolin Horchler (+23,2 Sek./0). Auf Platz der stand mit Janina Hettich (+52,4/0) die erste Athletin aus den Reihen der Baden-Württemberger. Dahinter lief Mareike Braun als einer der jüngsten Starterinnen ein hervorragendes Rennen, das am Ende mit dem 13. Platz belohnt wurde. Sie leistete sich nur einen Schießfehler, lag 2:22,4 Minuten hinter der bekanntlich schnellen Läuferin Denise Herrmann. Auf eine Vanessa Hinz fehlte zum Beispiel etwas mehr als eine Minute, Nadine Horchler oder die Vize-Weltmeisterin der Junioren, Hanna Kebinger, reihten sich sogar hinter ihr ein. Entsprechend zufrieden war die 19-Jährige.

Nicht ganz so berauschend lief es bei den anderen beiden Damen: Sabrina Braun schoss sich mit 4 Fehlern aus dem Wettkampf. Lena Hanses zeigte zwar ein astreines Schießen, hat aber nach zwei Nasen-Operationen im Früh-Sommer noch Trainingsrückstand. Platz 21 (+3:02,0 Min.) ein ganz ordentliches Ergebnis.

Ein engagiertes Rennen zeigte Philipp Lipowitz bei den Männern und bewies einmal mehr, zu welcher Leistung er in der Lage ist, wenn es denn beim Schießen klappt. Er kam ohne Fehler durch und hatte im Ziel (15.) 1:26,2 Minuten Rückstand auf Sieger Simon Schempp (25:00,2 Min./1). Zweiter wurde Johannes Kühn (+18,3/2) vor Benedikt Doll (+21,0/2). Auch Philipp Lipowitz ließ namhafte Konkurrenten hinter sich, wie Weltcup-Starter Roman Rees, für den es gar nicht lief.

Am zweiten Tag stand die Verfolgung auf dem Programm. Dieses Mal war es Sabrina Braun, die für die Ulmer die Kohlen aus dem Feuer holte - auch wenn das auf Anhieb in der Ergebnisliste nicht zu erkennen war, weil sie natürlich ein Päckchen aus dem Sprint dabei hatte. Platz 17 in der Nettowertung sprang am Ende heraus. Damit war sie in der Junioren-Wertung auf dem dritten Platz, wobei die Grundlage ein ordentliches Schießen mit drei Fehlern war. Auch Philipp Lipowitz lief erneut gut, ärgerte sich aber ein bisschen, dass in einem Schießen zwei Klappen nicht fielen, insgesamt wurden es vier Fehler (20. Netto, 18. Gesamt).

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