Wanderung zum Traifelberg durch farbenfrohen Wald

Das ganze Jahr herrschte eitel Sonnenschein, doch für die letzte DAV-Seniorenwanderung von Uschi und Hermann Botzenhardt waren Regen, kühle Temperaturen und starker Wind vorhergesagt. Von Regen keine Spur, nur der Wind blies gewaltig am nördlichen Albtrauf, was die Wandergruppen nicht weiter störte. Hartmut Kruse spekulierte sogar, der Rückenwind von links sorge für mehr Sicherheit.

Die sogenannten Langwanderer starteten am Traifelberg und stiegen zunächst auf den tollen Aussichtsfelsen „Locherstein“, genau gegenüber dem Schloß Lichtenstein. Der schöne Traufweg über den Rötelstein bis zum Burgstein ist einer der Traufgänge mit fantastischen Aussichten im herbstbunten Laubwald. Es fehlte nur die Sonne, um diese Farbenpracht zum Leuchten zu bringen.

Vom Burgstein starteten schon eine Stunde zuvor die sogenannten Genußwanderer und nahmen ab hier denselben Weg wie später die angeblich stärkere Wandergruppe.

In Holzelfingen war eine Besichtigung der St. Blasius Kirche vorgesehen. Vermutlich im 10.Jahrhundert wurde hier zur Zeit des Kaisers Otto der Erste eine Kirche aus Holz erbaut. Sie wurde später durch eine Kirche aus Stein ersetzt. Nur der Chor aus dem Jahr 1493 ist von dieser Vorgängerkirche übrig geblieben. Dann ging es weiter über den Rauhbol und die Ruine Greifenstein bis zum Eckfelsen, immer am Trauf entlang bis die Wanderer schließlich Richtung Osten durch den Wald zur Ruine Stahleck abbogen.

An der großen Yakherde vorbei stiegen die Gruppen noch zum Göllesberg hoch und im großen Bogen hinunter zur Einkehr im Stahleckerhof. Die Traufwege auf der Schwäbischen Alb mit ihren herrlichen Wegführungen und den schönen Aussichten sind zu jeder Jahreszeit ein Genuss – nicht nur für Genusswanderer.

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